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29.09.2015

Flüchtlingsarbeit mit festen Strukturen

Die Zahl der Asylbewerber, die das Land Rheinland-Pfalz der Stadt Trier zuweist, wächst langsam. Parallel entsteht in der Stadt auch ein Netzwerk verschiedener Institutionen und Vereine, die bei der Integration der Neubürger aktiv sind.

143 Flüchtlinge leben inzwischen in Wohnungen in Trier, 46 von ihnen sind unter 18 Jahre alt, 21 unter sechs. Bis zum 8. Oktober wird das Land der Stadt voraussichtlich insgesamt 187 Asylbewerber zugewiesen haben. Das für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständige Amt für Soziales und Wohnen hat noch Puffer für die kommenden Zuweisungen, bittet die Bevölkerung jedoch weiterhin um Mithilfe bei der Bereitstellung von zusätzlichem Wohnraum (Telefon: 0651/718-4589 oder -3537, E-Mail: wohnraum@trier.de).

Die Unterbringung der Asylbewerber ist für die Stadt nur der erste Schritt. Gerade in der Anfangszeit betreuen Sozialarbeiter die Neuankömmlinge und klären auch die grundlegenden Fragen. Dies fängt bei der Beschriftung von Klingeln und Briefkästen an und hört bei der Mülltrennung noch lange nicht auf. Um den Alltag zu meistern, ist es für die Asylbewerber zudem wichtig, schnell Deutsch zu lernen. Die städtische VHS bietet daher auch Kurse für Flüchtlinge an, deren Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist.

Für die Integration der Flüchtlinge setzen sich in Trier eine große Anzahl an Institutionen und Privatpersonen ein. In der vergangenen Woche hat der Stadtsportverband alle Trierer Sportvereine angeschrieben mit der Bitte, Flüchtlinge aufzunehmen. Die Stadt begrüßt das Engagement der Triererinnen und Trierer ausdrücklich und freut sich über die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung.

Wer sich als Privatperson in Trier ehrenamtlich engagieren möchte, wendet sich dazu an die Ehrenamtsagentur (Webseite: www.ehrenamtsagentur-trier.de, E-Mail: kontakt@ehrenamtsagentur-trier.de, Telefon: 0651/ 9120702). Diese nimmt die Daten der Freiwilligen auf und bietet Schulungen zum Thema Ehrenamt und Arbeit mit Flüchtlingen an. Erst danach findet die Vermittlung statt. Die letzten Abstimmungen über die Arbeitsteilung zwischen Stadt und Ehrenamtsagentur laufen derzeit. Wie die Organisation der ehrenamtlich Engagierten im Einzelnen abläuft, wird in der kommenden Ausgabe der Rathaus Zeitung am 6. Oktober ausführlich erklärt.

Die Koordination der Vereine und Institutionen und ihrer Angebote übernimmt im Rathaus Ruth Strauß. Sie bündelt die Netzwerkarbeit und berät die Akteure dabei, welche Angebote zielgruppengerecht sind, wo noch Lücken in der Versorgung herrschen und wie in verschiedenen Ortsbezirken ein umfassendes Angebot geschaffen werden kann. Dabei arbeitet sie eng mit der Ehrenamtsagentur und weiteren Partnern zusammen, ist jedoch nicht zuständig für die Koordination der einzelnen Freiwilligen. Längerfristig baut die Stadt zudem eine Webseite auf, die die Angebote der verschiedenen Institutionen bündelt, damit sich Trierer wie Flüchtlinge zentral informieren können, welche Angebote in der Stadt existieren.

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