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13.04.2022

Krieg in der Ukraine: Sie wollen helfen?

Weiße Taube vor den Farben der Ukrainischen Flagge

Auch in Trier suchen Geflüchtete aus der Ukraine Zuflucht. Momentan erfolgt dies vor allem über private Kontakte mit Familienangehörigen oder Freunden, die bereits in Trier leben.

Die Stadt Trier profitiert bei der Hilfe für die Menschen aus der Ukraine von Strukturen, die bereits seit 2015 aufgebaut worden sind. So gibt es ein Netzwerk von ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleiterinnen und Flüchtlingsbegleitern, das in Kooperation von Ehrenamtsagentur Trier, Diakonie Trier und Stadtverwaltung (Integrationsbeauftragte) aufgebaut wurde. Falls auch Sie Teil dieses Netzwerks werden möchten, wenden Sie sich bitte direkt an die Ehrenamtsagentur.

Sie haben konkrete Fragen zur Lage der Geflüchteten in Trier?

Bitte informieren Sie sich auf unserer Sonderseite mit Fragen und Antworten (FAQ) zur Situation der Geflüchteten aus der Ukraine in Trier

Hilfsmöglichkeiten

In einem Kooperationsprojekt mit der Ehrenamtsagentur sucht die Stadtverwaltung nach ehrenamtlichen Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern, die Menschen aus der Ukraine in unterschiedlichen Situationen ehrenamtlich mit ihren Sprachkenntnissen unterstützen können. Auf Seiten der Stadt wird das Projekt von der Integrationsbeauftragten Ruth Strauß betreut. Bitte melden Sie sich direkt bei der Ehrenamtsagentur unter der Angabe der Sprache, die Sie sprechen.

Für Projekte im Zusammenhang mit der Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine können gemeinnützige Vereine, Einrichtungen und Initiativen einen Förderantrag bei der Ehrenamtsagentur stellen. Die Gelder für den Fonds stammen von der Sparkasse Trier. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Webseite der Ehrenamtsagentur.

Die folgenden Organisationen sind in Trier in der Ukraine-Hilfe aktiv:

  • Pfarrei Trier-Liebfrauen und Polnische Gemeinde Trier
    Für die Caritas in Tschenstochau/Polen werden Sach- und Geldspenden gesammelt, da dorthin bereits Kontakt besteht und viele ukrainische Flüchtlinge in Polen ankommen. Weitere Informationen: www.liebfrauen-trier.de
  • Humanitäre Hilfe Trier e.V. (Stand with Ukraine)
    Der Verein sammelt Geld- und Sachspenden und organisiert Transporte mit Hilfsgütern von Trier an die polnische Grenze. Welche Hilfe gerade benötigt wird, kommuniziert der Verein immer aktuell auf seiner Facebook-Seite: www.facebook.com/groups/665481714505283

  • Malteser Trier
    Die Malteser sammeln Geld und helfen in der Ukraine und den Nachbarländern. Sie haben eine Hotline eingerichtet für Privatleute und Unternehmen, die helfen möchten: 0800-58927994
    Weitere Informationen auf der Webseite des Caritasverbands für die Diözese Trier

Deutschlandweit rufen das Bündnis Entwicklung Hilft und Aktion Deutschland Hilft mit folgendem Konto gemeinsam zu Spenden für die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen auf:
BEH und ADH
IBAN: DE53 200 400 600 200 400 600
BIC: COBADEFFXXX
Commerzbank
Stichwort: ARD/ Nothilfe Ukraine
www.spendenkonto-nothilfe.de

Private Aufnahme von Flüchtlingen

Falls Sie längerfristig Wohnraum anbieten wollen – mindestens für sechs Monate – nutzen Sie bitte unser Kontaktformular. Dies können leerstehende Wohnungen oder Häuser sein, zum Beispiel Einliegerwohnungen oder Ferienwohnungen. Mit Stand 14. März werden keine kurzzeitigen Mitwohngelegenheiten mehr gesucht.

Die Stadt bittet alle Menschen, die aus der Ukraine nach Trier geflohen sind und hier bereits privat untergekommen sind, sich bei der Stadtverwaltung anzumelden. Dies ermöglicht es den Flüchtlingen auch, staatliche Unterstützung zu erhalten. Menschen, die privat Flüchtlinge aufgenommen haben, werden gebeten, diese bei der Anmeldung zu unterstützen. Die Stadt Trier hat das Anmeldeverfahren in der aktuellen Situation stark vereinfacht und ermöglicht es, weite Teile per E-Mail zu erledigen. Bitte schreiben Sie eine E-Mail an buergeramt@trier.de mit dem Betreff "Ukraine" mit folgenden Daten der privat angekommenen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine:

  • Personalien (Vorname, Familienname, Geburtsort, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit)
  • Passnummer und Gültigkeitsdatum
  • Einreisedatum
  • derzeitige Adresse und Erreichbarkeit (falls vorhanden: Telefonnummer und E-Mailadresse)
  • Passkopie und/oder Kopie von Personenstandsurkunden (sofern vorhanden)

Anschließend bekommen die Flüchtlinge Formulare gesendet (Anmeldeformular und Wohnungsgeberbestätigung), die dann ausgefüllt erneut ans Bürgeramt geschickt werden müssen. Eine persönliche Vorsprache ist nicht nötig.

Das Amt für Ausländerfragen (Ausländerbehörde) kommt im Anschluss auf die erfolgte Registrierung beim Bürgeramt auf die eingereisten Personen oder ihre Kontaktpersonen zu, um die Verlängerung des Aufenthalts zu klären. Hierfür ist ein Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung, der zusammen mit Informationsmaterial und einem Terminvorschlag versandt wird, auszufüllen. Der Antrag kann vorab vorbereitet werden und wird im Original unterschrieben bei dem Termin im Amt benötigt. Bitte sehen Sie zur Vermeidung von Überlastungen unserer E-Mail-Postfächer von der Übersendung per E-Mail ab. Dieser Antrag existiert auch in einer ukrainischen Sprachfassung. Die Ausländerbehörde weist darauf hin, dass es wegen der Vielzahl der geflüchteten Personen Zeit für die Datenerfassung und Terminvorbereitung benötigt. Bitte haben Sie daher etwas Geduld und sehen Sie von Nachfragen ab.

Wichtiger Hinweis: Wenn Sie Personen aus der Ukraine privat aufnehmen, denken Sie bitte daran, auch deren Namen auf den Briefkasten zu schreiben. Offizielle Post kommt sonst nicht an.

Sobald die Anmeldung erledigt ist, können Flüchtlinge Hilfen zum Beispiel für Unterkunft, Verpflegung oder medizinische Versorgung beantragen. Für diese Hilfen ist das Amt für Soziales und Wohnen zuständig. Flüchtlinge oder Menschen, die ihnen helfen, bekommen Termine beim Amt auch kurzfristig. Bitte schreiben Sie dazu eine E-Mail an hilfeantrag@trier.de – Sie erhalten dann einen Rückruf zur Terminvereinbarung. In akuten (medizinischen) Notfällen können sich Flüchtlinge auch schon an das Amt für Soziales Wohnen wenden, bevor sie sich beim Bürgeramt angemeldet haben.

 
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